„Wir haben gesammelt“

Wilhelm Busch, „Kinder auf Weidenstumpf“, um 1880. Eine der beiden 1985 mit Mitteln des Landes Niedersachsen getätigten Erwerbungen
(WBM / Leihgabe des Landes Niedersachsen)

Ruth Brunngraber-Malottke

Die Wilhelm-Busch-Sammlung im Wilhelm Busch · Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

Die Geschichte der Erwerbungen für die Wilhelm-Busch-Sammlung umfasst einen Zeitraum von etwas mehr als fünfundsiebzig Jahren. Sie ist geprägt von tiefer Bewunderung für das Werk von Wilhelm Busch, genialem Spürsinn und intensiver Beharrlichkeit, daneben aber gleichzeitig auch von beeindruckendem sammlerischem Weitblick. Bei der Auswertung der im Museum vorhandenen primären und sekundären Erwerbungsunterlagen – dies sind Rechnungsbelege, Inventarbücher und -Karteien, Korrespondenzen, Dokumente aus dem Nachlass Walther Lampes, Erwähnungen in den Jahrbüchern der Wilhelm-Busch-Gesellschaft, in Zeitungen und anderen Publikationen – wird rasch deutlich, dass der Aufbau der Wilhelm-Busch-Sammlung in ihren wesentlichen Zügen bereits in den ersten beiden Jahrzehnten nach Gründung der Wilhelm-Busch-Gesellschaft am 24. Juni 1930 erfolgt ist. Bemühungen, Erinnerungsstücke und Arbeiten des Künstlers zusammenzutragen, hatte es allerdings schon zuvor in den späten 20er Jahren im Zusammenhang mit dem Aufruf zur Erhaltung des Busch-Hauses in Wiedensahl gegeben.