| << eine Seite zurueck Die Gründung der Wilhelm-Busch-Gesellschaft 1930 | ^ Chronik der Wilhelm-Busch-Gesellschaft | Emil Conrad (1885-1967) naechste Seite >> |
„… Außerdem sind Veröffentlichungen von und über Wilhelm Busch vorgesehen“
Die erste Veröffentlichung der noch jungen Wilhelm-Busch-Gesellschaft 1931 entstammte „der Feder des zur Zeit in Hof als Schriftleiter tätigen Dr. phil. Friedrich Bohne“ – so der Vorstand im Vorwort. Friedrich Karl Bohne, um dessen Dissertation Wilhelm Busch und der Geist seiner Zeit es sich hier handelt, sollte der Gesellschaft verbunden bleiben: Von 1956 bis 1978 war er Geschäftsführer der Gesellschaft und Direktor des Wilhelm-Busch-Museums Hannover.
Im Mai 1932 erschien die erste Nummer der Zwanglosen Mitteilungen der Wilhelm-Busch-Gesellschaft.
Die Mitteilungen sollten einem „dreifachen Zweck“ dienen: Der Verbindung der Mitglieder untereinander, der Werbung neuer Mitglieder und schließlich der Publikation aller erreichbaren Nachrichten von und über Busch, um Vorarbeiten für eine Bibliografie leisten und damit „Dienst an deutscher Kunst und Dichtung zu tun“.Die Mitteilungen wurden bis 1943 weitergeführt. Von 1944 bis 1948 konnten sie nicht erscheinen; von 1949 bis 1963/64 erschienen sie unter dem Titel Jahrbuch der Wilhelm-Busch-Gesellschaft, von 1964/65 bis 1995 unter dem Titel Wilhelm-Busch-Jahrbuch. Seit 1998 erscheint das Jahrbuch mit neuer Konzeption unter dem Titel Satire. Mitteilungen der Wilhelm-Busch-Gesellschaft.
Im Vorstand der Busch-Gesellschaft war Otto Levin vor allem für Veröffentlichungen zuständig. In einem im Mai 1933 in der Zeitschrift Minerva veröffentlichten Aufsatz notierte er, dass „angestrebt wird, das bislang noch gar nicht behandelte Problem des Verhältnisses Buschs zu seinen Vorläufern auf dem Gebiete der Bildergeschichten zu untersuchen und die Linie fortzuführen … bis zu den wohl zweifellos durch ihn beeinflussten Geschichten Pat Sullivans von der Mickymaus und Felix dem Kater in den Sonntagsnummern der amerikanischen Zeitungen (Los Angeles Examiner) …“ Doch die Zeitläufte sollten eine Beschäftigung mit diesem Genre weit nach hinten verschieben: Im bevorstehenden Dritten Reich galt es, Busch als Künstler nationaler Prägung hervorzuheben, dessen Philosophie sich „zwischen Bauern und Imkern“ bildete und in dessen Zeichnungen „das niedersächsische Bauerntum“ zentrales Thema war.