| << eine Seite zurueck Die Gleichschaltung | ^ Chronik der Wilhelm-Busch-Gesellschaft | Vom Wilhelm-Busch-Archiv zum Wilhelm-Busch-Museum naechste Seite >> |
„… durch Blumen … und mit Engelszungen": Die Wilhelm-Busch-Sammlung wächst
Von Beginn an war ein Schwerpunkt der Gesellschaft die Sammeltätigkeit, um die Hinterlassenschaft des Malers, Zeichners und Dichters an einer Stelle zu vereinigen. Bereits 1932 konnte für die Bearbeitung des Archivs, das neben den Originalen auch Veröffentlichungen, Zeitungsausschnitte, Erinnerungsstücke und mehr umfasste, ein Archivar gewonnen werden; die Stadt Hannover überließ der Gesellschaft mietfrei zwei Räume im Erdgeschoss des Hauses Prinzenstraße Nr. 5. Dieses Wilhelm-Busch-Archiv war nach Anmeldung ab 1934 auch öffentlich zugänglich.Stolz führte Geschäftsführer Conrad im Schreiben vom 24. November 1933 an den Magistrat der Hauptstadt Hannover die wichtigsten Stücke des Archivs auf und merkt an: „Dieses Archiv soll, falls sich die Wilhelm-Busch-Gesellschaft auflösen sollte, der Stadt Hannover übereignet werden. Schon jetzt verpflichtet sich die Wilhelm-Busch-Gesellschaft, die angekauften oder gestifteten Stücke weder zu veräußern noch anderweitig fortzugeben, vorausgesetzt, dass der Magistrat … unsere Bestrebungen fördert und uns zur Erweiterung des Archivs Mittel zu Verfügung stellt.“
Diese Verpflichtung wurde ab 1934 in die Satzung aufgenommen. Regelmäßig legte Conrad Rechenschaft ab über seine Tätigkeit. Im Brief vom 30. Juli 1936 berichtete er Oberbürgermeister Menge, inzwischen 1. Vorsitzender der Gesellschaft, unter anderem von seinem Besuch bei Letty Keßler, Tochter der Frankfurter Busch-Freundin Johanna, die noch im Besitz zahlreicher Briefe, Zeichnungen, Ölgemälde sei. Er habe „durch Blumen (M 2.50) und mit Engelszungen geredet, um sie zu veranlassen, dass … die W. B. G. in den Besitz der Sachen kommt“.