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Feldpostbriefe
Von Beginn an hatte die Gesellschaft nachdrücklich und intensiv für ihre Arbeit geworben, so dass sie 1937 über 900 Mitglieder im In- und Ausland zählte. Unermüdlich wurden Einzelpersonen, Vereine, Gemeinden angesprochen – oft nicht ohne an deren Patriotismus zu appellieren. Vortrags- und Rezitationsabende oder Veranstaltungen wie die Uraufführung der Jobsiade am 7. Februar 1936 in Hannover gewannen der Gesellschaft neue Mitglieder.Neben der regulären Mitgliedschaft (3 RM jährlich) konnte man seit 1938 für einen einmaligen Beitrag von 100 RM auch eine ,lebenslängliche‘ Mitgliedschaft erwerben.
Mit Ausbruch des Krieges am 1. September 1939 war das Busch-Museum aus Luftschutzgründen bis Februar 1940 zunächst geschlossen. Doch trotz – oder gerade wegen – des Krieges stiegen die Mitgliederzahlen steil an. Busch und die ihm gewidmete Gesellschaft waren auf einem Höhepunkt ihrer Popularität. Dazu beigetragen hatten ganz wesentlich die Busch-Figuren des Kriegswinterhilfswerks für die Reichsstraßensammlung am 3. und 4. Februar 1940.
Mit organisatorischer Hilfe der im November 1936 gegründeten Ortsgruppe Berlin der Wilhelm-Busch-Gesellschaft wurden über 35 Millionen Exemplare als Abzeichen verkauft. Großveranstaltungen mit Lesungen, Lichtbildervorträgen und einem Tanzspiel Max und Moritz im Deutschen Opernhaus Berlin begleiteten die Aktion.
Die Mitgliederzahl stieg beständig; im Januar 1941 betrug sie 2863, am 15. April 1943 laut Bericht der Vorstands- und Beiratssitzung vom 21. April 1943 bereits 3500 – eine Zahl, so Lampe, die die Gesellschaft an den Rand ihrer organisatorischen Möglichkeiten bringe. So seien etwa im Jahr 1942 allein 13.000 Postsachen zu versenden gewesen. Leider sei eine persönliche „Fühlungnahme“ bei dieser Größenordnung nicht mehr möglich, daher sei es dringend notwendig, nach dem Kriege ein Mitgliederverzeichnis herauszugeben, damit die Busch-Freunde untereinander Kontakt aufnehmen könnten.