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Neuanfang im Georgenpalais
Im August 1949 konnte die Wilhelm-Busch-Gesellschaft das von der Stadt Hannover zur Verfügung gestellte Wallmodenschlösschen im Georgengarten beziehen. Erbaut zwischen 1779 und 1782 von Reichsgraf Ludwig von Wallmoden-Gimborn, beherbergte es dessen umfangreiche Kunstsammlung. Nach dem Tod des Diplomaten und Feldmarschalls Wallmoden, der ein natürlicher Sohn Georgs II. von England war, hatte Georg IV. 1818 das Schlösschen von dessen Tochter, Gräfin Kielmannsegg, erworben. Es wird seither auch Georgenpalais genannt.Im Krieg war der Westflügel völlig zerstört worden; auch das Haupthaus hatte stark gelitten. Nachdem zunächst die Geschäftsstelle in fünf Räume im Ostflügel des Mitteltraktes eingezogen war, kamen im Herbst die Originale in das neue Museum. Dank der Auslagerung der Busch-Sammlung nach Mechtshausen hatte die Gesellschaft tatsächlich keine nennenswerten Verluste zu verzeichnen: Acht Bleistiftzeichnungen und vier Originalmanuskripte von Wilhelm Busch – Was mich betrifft I (2 Fassungen), Was mich betrifft II und der Entwurf zur 2. Fassung von Von mir über mich –, die sich für eine geplante Publikation in Berlin befanden und im März 1945 durch den Leiter der Berliner Ortsgruppe, Herbert Winkelmann, im Bunker-Tresor B im Hauptgebäude des Reichswirtschaftsministeriums in Berlin untergebracht worden waren, gelten als verschollen.
Im neuen Haus wurde umgehend mit der Arbeit begonnen. In einer groß angelegten Aktion bat Emil Conrad um Linoleum, Öfen, Tapeten, Lampen, Büromaterial – und um Geldspenden. Von den knapp 10.000 DM Aufwendungen für die Einrichtung wurde über die Hälfte aus Spenden bestritten, so dass am 8. Januar 1950 die ersten sechs Räume im Obergeschoss mit einer kleinen Wilhelm- Busch-Ausstellung eröffnet werden konnten.