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„Jahr der Entscheidungen“
„Wenn nicht alle Zeichen trügen, wird das Jahr 1965 in die Geschichte der Wilhelm-Busch-Gesellschaft als Jahr der Entscheidungen eingehen“, schrieb Bohne im Wilhelm-Busch-Jahrbuch 1965: Der im Krieg zerstörte Westflügel des Wallmodenschlösschens sollte wieder aufgebaut werden. Mit den seit 1950 veranstalteten Sonderausstellungen, einer Dauerausstellung der besten Stücke aus der Sammlung Kritische Grafik und der ständig ausgestellten Zille-Sammlung des Fackelträger-Verlags Schmidt-Küster GmbH Hannover (als Dauerleihgabe), hoffe man, „dem Wilhelm-Busch-Museum im Georgengarten zu Hannover weitere und insbesondere auch jugendliche Besucher zuzuführen.“
Gleichzeitig hatte im September 1964 die Stiftung Volkswagenwerk Mittel zur Bearbeitung einer umfänglichen historisch-kritischen Gesamtausgabe des zeichnerischen und malerischen Werks sowie der Briefe von Busch bewilligt. Innerhalb von fünf Jahren sollte das Gesamtwerk erfasst und in zwölf Bänden veröffentlicht werden. Kurz vor Weihnachten 1969 lag als erstes Ergebnis die zweibändige Briefausgabe, herausgegeben von Friedrich Bohne unter Mitarbeit von Ingrid Haberland und Paul Meskemper mit 1723 Briefen von Wilhelm Busch vor. Mit den in Form von Marginalien angebrachten Kommentaren, der buchstaben- und interpunktionsgetreuen Wiedergabe der chronologisch geordneten Briefe, den umfangreichen Registern und den 70 teils von Hand eingeklebten Brief-Faksimiles war sie eine besondere bibliophile Kostbarkeit. 1973 allerdings sollte die Forschungsarbeit einen herben Rückschlag erleiden, denn die Stiftung Volkswagenwerk bewilligte keine weiteren Mittel zur Fortsetzung der Arbeit an der historisch-kritischen Gesamtausgabe.