Auf den Spuren Wilhelm Buschs

Bei der Jahresversammlung der Wilhelm-Busch-Gesellschaft am 25. Juni 1966 wurden programmatisch vier Faktoren festgehalten, „von denen die Existenz der Wilhelm- Busch-Gesellschaft“ abhänge: Man müsse den Mitgliedern, die nicht oder nur selten ins Haus kommen könnten, attraktive Jahresgaben [Jahrbücher; Anm. d. Red.] bieten; die Jahresversammlungen sollten abwechslungsreich gestaltet und möglichst mit Fahrten zu Gedenkstätten verbunden sein; das Museum müsse mehr und mehr ein lebendiges Museum werden, das immer wieder neu die Besucher anziehe, und schließlich wolle man durch mehrtägige Studienfahrten dazu beitragen, dass sich Mitglieder zusammenfänden und kennen lernten.

Fahrt der Wilhelm-Busch-Gesellschaft nach Mechtshausen, 31. Mai 1964
Den vierten Punkt hatte die Gesellschaft für 1966 bereits erledigt: Im Mai hatte eine erste Studienfahrt der Busch-Gesellschaft nach Flandern stattgefunden. Mit dem Besuch der Städte Brüssel, Brügge, Gent und Antwerpen folgte man exakt der Reiseroute Wilhelm Buschs im Jahre 1874. Damals hatte Busch erneut die Begegnung mit den niederländischen Malern des 17. Jahrhunderts gesucht, von denen er später schrieb, dass ihre „göttliche Leichtigkeit der Darstellung für immer“ seine Liebe und Bewunderung gewonnen hätten. Die Reise war so erfolgreich, dass sie im Juni des gleichen Jahres wiederholt wurde und eine Tradition begründete, die die Mitglieder in den folgenden Jahren ‚auf den Spuren Wilhelm Buschs‘ u. a. in die Niederlande (1967), nach Bayern (1968), nach Wien (1971) und Berlin (1972) führten. 1979 lebte die Tradition mit einer Fahrt nach Dresden wieder auf; es folgten Fahrten nach Straßburg und in das Elsaß (1980), in die Niederlande, nach Flandern (1984) und nach Italien (1986).