„Museum des Jahres“

Blick in den überfüllten Westflügel anlässlich der Eröffnung der Sempé-Ausstellung am 26. April 1992
Ende der 80er Jahre nahm die Beliebt- und Bekanntheit des Wilhelm-Busch-Museums weiter zu, so dass Guratzsch im Vorwort zum Jahrbuch 1988 schreiben konnte: „Das Jahr 1988 muss als das erfolgreichste der Wilhelm-Busch-Gesellschaft bezeichnet werden … Verzeichneten wir 1978 noch knapp 2400 Mitglieder, so sind es 1988 … knapp 3400 Mitglieder. Diese Entwicklung hat überregionale Aufmerksamkeit erregt. Das Bundesinnenministerium interessiert sich für die Gesellschaft und das von ihr geführte Museum. Der Arbeitskreis selbstständiger Kulturinstitute, eine Bundeseinrichtung, nahm die Wilhelm-Busch-Gesellschaft als ihr 16. Mitglied auf …“

Die Leser des hannoverschen Stadtmagazins Schädelspalter wählten das Haus ab 1989 fünf Mal in Folge zum Museum des Jahres und fünf Ausstellungen (Loriot, Claire Bretécher, Käthe Kollwitz, Manfred Deix und KARIKATUR. Europäische Künstler der Gegenwart) zu Ausstellungen des Jahres – allein die LORIOT-Ausstellung 1988/89 zog über 100.000 Besucher an. Wegen des großen Andrangs musste ihre Eröffnung – wie auch die der Ausstellungen Käthe Kollwitz 1990 und KARIKATUR 1992 – in einem eigens aufgestellten Zelt vorgenommen werden, da das Haus die Massen bei den Eröffnungen nicht mehr bewältigen konnte.