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Publikationen nach 1991
Auf publizistischem Gebiet war die Arbeit erfolgreich weiter gegangen: 1992 konnte das Œuvreverzeichnis Wilhelm Busch als Zeichner nach der Natur, bearbeitet von Ruth Brunngraber-Malottke und finanziell gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, im gleichen noblen Format wie die Sämtlichen Briefe und das Œuvreverzeichnis Wilhelm Busch als Maler vorgelegt werden. Bereits 1991 war, finanziert von der Stiftung Niedersachsen, Band 1 der Schriften zur Karikatur und kritischen Grafik erschienen: Jürgen Dörings Kunstgeschichte der frühen englischen Karikatur; Band 2 und 3 folgten 1994 und 1995.
Ebenfalls 1991 war mit finanzieller Unterstützung von der Nord/LB die historisch-kritische Ausgabe der Bildergeschichten Buschs durch Hans Ries unter Mitarbeit von Ingrid Haberland in Angriff genommen worden. Man hoffte, in etwa drei Jahren das Werk in zwei Bänden vorlegen zu können. Aber es sollte noch länger dauern, und auch zwei Bände sollten nicht ausreichen: 2002 erschien bei der Schlütersche Verlag und Druckerei die schwergewichtige dreibändige Ausgabe Wilhelm Busch: Die Bildergeschichten. Historisch-kritische Gesamtausgabe, die bereits nach Ablauf der dreimonatigen Subskriptionsfrist vergriffen war.
Bis zum Amtsantritt von Hans Joachim Neyer am 1. Januar 1994 wurden die Geschäfte (seit dem 1. April 1993) von Dr. Gisela Vetter-Liebenow, stellvertretende Direktorin und Geschäftsführerin, geleitet.
Um dem erweiterten Aufgabengebiet Rechnung zu tragen – die Begriffe ‚Karikatur‘ und ‚kritische Grafik‘ deckten das Ausstellungs- und Sammlungskonzept, das verstärkt Comics und Bildergeschichten einbezog, nicht mehr ab –, erfuhr das Wilhelm-Busch-Jahrbuch eine Neukonzeption. Nach einer zweijährigen Pause erschien 1998 „im Zeichen der Dogge“ das Nachfolge-Magazin Satire – Mitteilungen der Wilhelm-Busch-Gesellschaft.