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Altes Palais – Neues Museum
Unter der Führung des neuen Vorstandsvorsitzenden, Universitätspräsident Prof. Dr. Hinrich Seidel, begannen im Frühjahr 1999 mit dem Abriss des Westflügels die lange geplanten Umbaumaßnahmen des Wilhelm-Busch-Museums.
Dieses Großprojekt machte eine 14monatige Schließung des Museums notwendig. Während die Peichl-Skizze An- und Neubauten enthalten hatte, sahen die endgültigen Pläne vor, das Wallmodenpalais äußerlich unverändert zu belassen, jedoch den im Krieg zerstörten und 1967 wieder aufgebauten Westflügel abzureißen und – innen neu gestaltet – wieder zu errichten. So wurde in einem ersten Schritt durch die komplette Unterkellerung dieses Flügels Platz geschaffen für das dringend benötigte Kunst-Depot, für Garderoben, Toiletten und Arbeitsräume. Der Einbau einer Klimaanlage garantiert die Einhaltung der strengen museumsüblichen Standards.Darüber hinaus wurden die im Zuge umfassender Renovierungsarbeiten im
Jahr 1965 überstrichenen Quadermalereien im Entree und im
Treppenaufgang freigelegt und restauriert. Das Oktogon, dessen
Deckenmalerei auf den Entwurf des hannoverschen Baumeisters Georg
Ludwig Friedrich Laves zurückgeht, wurde als zentraler Empfangsraum für
die Besucher und Museumsshop neu eingerichtet; Café und Leseraum stehen
seither für unterschiedliche Nutzungsanforderungen zur Verfügung.
Die
Gesamtkosten des ersten Bauabschnitts waren durch denkmalpflegerische
Auflagen und die behindertengerechte Erschließung des Museums
unplanmäßig gestiegen und beliefen sich auf rund 8,1 Millionen DM. Ohne
die weitreichende Unterstützung durch das Land Niedersachsen, den Bund
(der als Kompensation für die gestrichene Projektförderung einen
einmaligen Zuschuss für den Umbau gewährte), die Landeshauptstadt
Hannover, die Klosterkammer Hannover, den Kommunalverband Großraum
Hannover und die Niedersächsische Lottostiftung sowie durch zahlreiche
private Einzelspenden, von denen die größte mit 100.000 DM das Ehepaar
Rudolf und Ingeborg Ensmann leistete, hätte die Gesellschaft dieses
bisher größte Projekt in ihrer Geschichte nicht in Angriff nehmen
können. Doch trotz aller Hilfe musste ein Kredit von 0,75 Millionen DM
aufgenommen und der vorgesehene Ausbau des Obergeschosses des
Haupthauses zurückgestellt werden.