| ^ Chronik der Wilhelm-Busch-Gesellschaft | Die Gründung der Wilhelm-Busch-Gesellschaft 1930 naechste Seite >> |
Der „Aufruf zur Erhaltung des Buschhauses in Wiedensahl“
von Monika HerltAm 3. Oktober 1926 berichtete der Heimatdichter Friedrich Tewes im Hannoverschen Anzeiger über seinen Besuch bei Wilhelm Busch in Wiedensahl. Er schildert, dass das Geburtshaus Wilhelm Buschs "vollkommen baufällig geworden ist, also in absehbarer Zeit ein Abbruch erfolgen muss. Diese Erinnerungsstätte geht der Nachwelt somit verloren ..."
Der alarmierte Heimatbund Niedersachsen unter Landeskirchenrat Dr. Walther Lampe nahm sich der Sache an und startete 1927 einen Aufruf zur Erhaltung des Buschhauses in Wiedensahl, der an die "Ehrenpflicht des deutschen Volkes" appellierte, sich an einer Wilhelm-Busch-Spende zu beteiligen. Dieser Aufruf, unterzeichnet von Persönlichkeiten wie Ricarda Huch und Thomas Mann, brachte 16.500 Mark ein; ein Betrag, der ausreichte, um den Teil des Geburtshauses zu erhalten, der das Geburts- und Wohnzimmer Wilhelm Buschs enthielt.
Doch für die Einrichtung der Gedenkstätte wurden weitere Mittel benötigt, für deren Beschaffung sich der "Arbeitsausschuss für die Wilhelm-Busch-Spende", unterstützt von einem "Ehrenausschuss" im Heimatbund Niedersachsen, direkt an Privatpersonen und Institutionen wandte.
Erste Einrichtungsgegenstände wie der von Wilhelm Busch auf Zeichnungen und einem Ölbild festgehaltene Arbeitstisch, persönliche Erinnerungsstücke und Originale des Künstlers wurden erworben, so dass Anfang Juni 1930 ein gut bestücktes Wilhelm-Busch-Museum vom Heimatbund Niedersachsen und der Hannoverschen Provinzialverwaltung eröffnet werden konnte.