Zu guter Letzt

Nachdem im Rahmen der Übernahme des Bassermann-Archivs bereits die von Wilhelm Busch für den Druck erstellte Version von Zu guter Letzt in die Sammlung aufgenommen worden war, glückte Herwig Guratzsch 1992 die Akquisition der vorausgegangenen ursprünglichen Fassung der Gedichtsammlung mit den Gedichtüberschriften. Möglich wurde diese wichtige Neuerwerbung durch die finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, des Landes Niedersachsen und des Mäzens Otto Schäfer aus Schweinfurt. Hatte man durch diesen Ankauf den Bestand an Gedichthandschriften innerhalb der Sammlung um ein wesentliches Werk komplettiert, ergab sich eine entsprechende Möglichkeiten für den Bildergeschichtenbereich im Jahr 1994. Aus Privatbesitz über die Düsseldorfer Galerie Boerner konnte mit Katze und Maus die dritte vollständige Geschichte aus den Bilderpossen von Wilhelm Busch für die Sammlung erworben werden.

Wilhelm Busch, „Katze und Maus – eine Bilderposse für Kinder“, Schlussblatt der Handschrift, 1863 (WBM)
Förderer dieses bedeutenden Ankaufs waren die Kulturstiftung der Länder, die Stiftung Niedersachsen und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Mit dem Vermächtnis einer Urenkelin Johanna Keßlers, das 2003 die beiden wertvollen Portraitgemälde von Johanna Keßler und ihrem Ehemann Johann Daniel Heinrich Keßler in den Besitz der Gesellschaft brachte, schließt sich der bisherige Kreis der Erwerbungen für die Wilhelm-Busch-Sammlung.

Rückblickend auf die mittlerweile mehr als 75 Jahre währende Sammeltätigkeit der Wilhelm-Busch-Gesellschaft kann heute ein mehr als erfreuliches Resumée gezogen werden: Mit ihren 335 Ölgemälden, mehr als 1300 Zeichnungen nach der Natur, 50 Bildergeschichten-Handschriften, 896 Briefen, 193 Gedicht- und Prosahandschriften besitzt die Wilhelm-Busch-Gesellschaft nicht nur die nach Zahl und Inhalt umfangreichste und bedeutendste Sammlung von Werken Wilhelm Buschs, sondern bietet damit gleichzeitig auch den unwiderlegbaren Beweis für das Fazit „Wir haben gesammelt!“