Harald Kretzschmar: «Selbstporträt»

28.05. bis 01.07.2018

Harald Kretzschmar

Zeichner und Sammler

Ausstellung

Ab dem 14. April zeigt das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in den Sammlungsräumen: »Harald Kretzschmar. Zeichner und Sammler«.

Harald Kretzschmar (*1931) ist ein profilierter Vertreter der ostdeutschen Karikatur und insbesondere für seine Porträtzeichnungen bekannt. Begleitend zu seinem über 60-jährigen Schaffen hat er eine Sammlung historischer Karikaturen aufgebaut und sich in einem zeichnerischen Dialog wiederholt damit auseinandergesetzt. Die Ausstellung gibt mit 89 Blättern einen Einblick in dieses Lebenswerk.

Der heute 87-Jährige veröffentlichte seine ersten Karikaturen in der Leipziger Volkszeitung, zeichnete rund 35 Jahre für die satirische Zeitschrift Eulenspiegel und engagierte sich im Verband Bildender Künstler der DDR für die Karikatur. Seine Begabung wurde früh entdeckt, mit 13 Jahren zeichnete er seine erste Hitler-Karikatur. Das war 1944. Ob Erich Mielke, Janosch, Loriot, F. K. Waechter oder Ronald Searle – viele bekannte Zeitgenossen hat er seitdem porträtiert.

Die aus seiner Sammlung historischer Karikaturen für die Ausstellung ausgewählten Blätter französischer Karikaturisten wie Honoré Daumier oder Leopold Boilly sowie von Künstlern der revolutionären Zeit um 1848 übereignet Harald Kretzschmar dem Museum als Schenkung.

Harald Kretzschmar: Loriot
Harald Kretzschmar: Erich Mielke (1989)