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Gerald Scarfe: Porträts & Karikaturen

26.05. bis 12.08.2018

Gerald Scarfe – Porträts & Karikaturen

Big Heads – von Richard Nixon bis Donald Trump

Ausstellung

Gerald Scarfe: »The Queen is The Only Person Allowed to Eat Swan«
Ob Obama, Merkel, Trump oder Königin Elizabeth II.: Gerald Scarfe kennt keine Gnade, wenn es darum geht, Politiker und Prominente zu charakterisieren – und zu demaskieren. Früh hat sich Scarfe als politischer Karikaturist etabliert: Seit Anfang 1960 hat er für Magazine wie Punch, Private Eye oder Time gezeichnet, für Tageszeitungen wie Daily Mail oder den Evening Standard. Eine fünf jahrzehntelange Zusammenarbeit verband ihn von 1967 bis 2017 mit der Sunday Times. Das Museum Wilhelm Busch zeigt 106 meist großformatige Zeichnungen des Großmeisters britischen Humors: Eine gesellschaftliche Zeitreise mit gnadenlosen Pointen.

Gerald Scarfe ist einer der führenden Karikaturisten Großbritanniens, der nationale und internationale Politik seit der Zeit des Vietnam-Kriegs kritisch begleitet und kommentiert. Geboren wird er 1936 im Londoner Stadtteil St. John Woods. Kindheit und Jugend sind von Krankheit überschattet: Als Einjähriger erkrankt er an chronischem Asthma, das ihn immer wieder über lange Zeiträume ans Bett fesselt oder zu Krankenhausaufenthalten führt. Seine Gefährten in dieser Zeit sind Bücher, das Radio und – der Zeichenstift. Zeichnen, so Scarfe, war seine Möglichkeit, zu kommunizieren. 

Nach dem Besuch von verschiedenen Kunstschulen, u.a. der Saint Martin’s School of Art (heute Teil der University of Arts London) und des East Ham Technical College arbeitet Gerald Scarfe sechs Jahre lang als Werbezeichner und lernt so gut wie jeden Gegenstand zu zeichnen. Anfang der 1960er-Jahre wendet er sich der Karikatur zu und beginnt mit Veröffentlichungen in satirischen Magazinen wie Private Eye und Punch. Mitte der 1960er-ahre zeichnet er für kurze Zeit für die Daily Mail, in deren Auftrag er nach Vietnam reist. Seit 1967 ist er für die Sunday Times tätig und hat für Magazine wie Esquire oder Time zahlreiche weitere Reportagereisen unternommen, u.a. nach Berlin, Nordirland, in den Nahen Osten und nach Indien. Scarfe verfolgt politische Debatten im House of Commons, ist bei Wahlkampfveranstaltungen dabei – und sieht sich selbst als zeichnenden Paparazzo, der unbemerkt seine Skizzen macht, aus der sich in seinem Studio dann die Karikaturen entwickeln. Vor allem die Staatenlenker und führenden Politiker stehen im Fokus seiner Karikaturen. International bekannt wurde Scarfe 1979, als er für Pink Floyd das Album-Cover für The Wall entwarf.

Seine Karikaturen gehen schonungslos mit den Dargestellten ins Gericht: Theresa May etwa wirkt bei Gerald Scarfe mit markanter Nase, spitzen Fingern und unbeholfener Körperhaltung in Brexit-Fragen überfordert, die Wahl Donald Trumps ist die Geburt eines Monsters, das dem Elefanten USA entschlüpft, eine pralle Angela Merkel jagt mit einem Schmetterlingsnetz das EU-Sorgenkind Griechenland, und Prinz Charles wird zum großohrigen Pinocchio, der den Ruf hat, mit Pflanzen zu sprechen.

Gerald Scarfe hat verschiedene Preise erhalten, 2008 wurde er zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt, 2010 erhielt er den Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft.

Gezeigt wird ein 106 Zeichnungen umfassender Querschnitt seiner schonungslosen Karikaturen aus fünf Jahrzehnten. 

Ausstellung und Ankauf werden gefördert durch

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Gerald Scarfe: Harry & Meghan, 2018
Gerald Scarfe: »And What Do You Do?«, 2005
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Gerald Scarfe: »Greece in Peril«, 2015
Gerald Scarfe: »Birth of an abomination«, 2016