10.06.2026 bis 27.09.2026
BUSCH MEETS Farzane Vaziritabar
im Wilhelm-Busch-Kabinett
Ausstellung
In unserer neuesten Ausstellungsreihe „BUSCH MEETS …“ laden wir Künstler*innen dazu ein, sich in ihrer eigenen Arbeit mit der Kunst Wilhelm Buschs auseinanderzusetzen. Im Wilhelm-Busch-Kabinett treffen dabei zeitgenössische Positionen auf das Œuvre Wilhelm Buschs.
Wir freuen uns sehr, dass wir für die zweite Ausstellung in dieser zyklischen Reihe die iranische Künstlerin Farzane Vaziritabar, Preisträgerin des Hannes Malte Mahler-Preises 2026, gewinnen konnten.
Farzane Vaziritabar wird nicht nur mit neuen zeichnerischen Arbeiten, die direkt bei ihrer Performance bei uns im Garten entstehen werden, mit Wilhelm Busch in Dialog treten, sondern auch mit weiteren Zeichnungen aus ihrem Werk. Am 7. Mai zeichnet Farzane Vaziritabar live Besucher*innen, während sie mit ihnen über die Liebe spricht. Die Künstlerin versteht Zeichnen als eine Art des Zuhörens, die Linie folgt nicht der Form, sondern reagiert auf das, was im Moment geschieht, auf Pausen, Zögern und feine Verschiebungen in der Präsenz.
Zwischen ihren eigenen Arbeiten und den Zeichnungen von Busch entdeckte sie überraschende Parallelen: Beziehungen erscheinen hier nicht als etwas Festes, sondern als etwas in ständiger Bewegung. Hervorgebracht durch die Art und Weise, wie Menschen sich verhalten und miteinander in Kontakt treten. Diese Sicht ist auch die Grundlage für ihre eigene Arbeit.
Am Tag nach der Preisverleihung des Hannes-Malte-Mahler Preises von Feinkunst in Kooperation mit dem Sprengel Museum (13.6.) wird Farzane Vaziritabar am 14. Juni um 12.00 Uhr im MUSEUM Wilhelm BUSCH zu einem Künstleringespräch zu Gast sein.
Farzane Vaziritabar (*1987 in Yazd, Iran) studierte Malerei in Yazd, Bildhauerei in Teheran sowie Kunstwissenschaft im Master. 2021 absolvierte sie das Masterprogramm „Public Art and New Artistic Strategies“ an der Bauhaus-Universität Weimar. Seitdem lebt und arbeitet sie in Deutschland als interdisziplinäre Künstlerin in Medien wie Zeichnung, Installation, Skulptur, Performance und Video. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit narrativen Strukturen, Identität und Geschlecht sowie persönlichen und gemeinsamen Erfahrungen. Dabei verbindet sie oft subtile Ironie mit einem kritischen Blick auf die Gesellschaft und arbeitet häufig partizipativ im öffentlichen Raum. Ihre Arbeiten wurden u. a. im ZKM Karlsruhe, im Sprengel Museum Hannover und im Nietzsche-Archiv gezeigt; sie erhielt mehrere Auszeichnungen
